19.6. – 6.9.2025
Stadtmuseum Paderborn
Konzeption, Szenografie und Vermittlung:
Carolin Ferres, Simon Großpietsch
Mitarbeit:
Eleonore Seiferth
Sammlungsmanagement und Museologie:
Simone Stritzker
Museumstechnik und Aufbau:
Heinrich Schniedermeier, Heiko Henke,
Markus Liebeck
Verwaltung:
Sabine Voss, Alexandra Wolke
Grafische Gestaltung:
Suse Umscheid, Kassel
Alles ist so flauschig!
Raum für neugierige Augen und Hände
– Konzeption
– Szenografie
– Vermittlung
– Öffentlichkeitsarbeit
Mit Alles ist so flauschig! wurde das Erdgeschoss des Stadtmuseums Paderborn zu einem experimentellen
Erfahrungsraum, der Wissen, Spiel und sinnliche Wahrnehmung miteinander verschränkte. Materialität
wurde nicht erklärt, sondern erfahrbar gemacht, als Grundlage kultureller Produktion, historischer
Prozesse und persönlicher Beziehung zur Welt. Die Ausstellung verstand sich damit als ein bewusst
offenes, zugängliches und zugleich anspruchsvolles Format, das Hemmschwellen abbaute, Neugier weckte
und den Museumsbesuch als lebendige Erfahrung etablierte.
Die Ausstellung versammelte Exponate aus allen Sammlungen der Städtischen Museen und Galerien der
Stadt Paderborn. Jedes Haus steuerte Objekte bei, die sich im weitesten Sinne mit Materialität ausein-
andersetzen: stofflich, haptisch, symbolisch, historisch oder ästhetisch. Die Vielfalt der Materialien – in
Gemälden, Grafiken und naturwissenschaftlichen Objekten, von Textil, Holz, Stein und Metall über Papier,
Kunststoff oder hybride Werkstoffe bis hin zu immateriellen Materialbegriffen – bildete den Ausgangs-
punkt für einen dialogischen Parcours durch das Erdgeschoss.
Der bewusst irritierende, beinahe kindlich-assoziative Ausstellungstitel fungierte als semantischer Tür-
öffner. „Flauschig“ bezeichnet im allgemeinen Sprachgebrauch etwas Weiches, Wolliges oder Sanftes.
Darüber hinaus hat sich der Begriff, insbesondere in jüngeren Sprachkontexten, zu einer metaphorischen
Beschreibung ausgeweitet: Er steht für Gemütlichkeit, Wärme und ein Gefühl von Angenehm-Sein, bis hin
zur Charakterisierung von Menschen oder Situationen als sympathisch, zugänglich und liebenswert.
„Flauschig“ stand somit auch für eine Haltung: neugierig, offen, tastend. Der Begriff unterlief museale
Erwartungshaltungen von Distanz, Ernsthaftigkeit und Unberührbarkeit und lud dazu ein, Materialität als
etwas Annäherbares, Erkundbares und Lustvolles zu begreifen.
Dank an das Team der Städtischen Museen und Galerien sowie dem Kulturamt der Stadt Paderborn:
Dr. Felicitas Demann, Sabine Hölscher, Britta Lönne, Ursula Markwort, Claudia Rinke, Dr. Michael
Ströhmer, Maximilian Zindel
Besonderer Dank an:
Anne F., Blumen Jocksch Paderborn / Carolin Fricke
Weitere Informationen
Werk- und Objektliste sowie biografische Angaben